Kommentare zu: Alles XML oder was? Fast ein Jahr Open Data – ein Fazit http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/ Open Government in Deutschland Wed, 10 Jun 2015 20:14:24 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7 Von: Open Data: Die Scheu der Kommunen - Netzpiloten.de http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/comment-page-1/#comment-7957 Fri, 28 Feb 2014 12:13:57 +0000 http://www.gov20.de/?p=6886#comment-7957 […] Offene Daten bleiben eine freiwillige Angelegenheit: "Viele Kommunen scheuen zurück, weil die Folgekosten ungewiss sind." Dazu kommen ungeklärte Fragen bezüglich der Lizenzen, unter denen die Datensätze stehen soll. Mehraufwand sieht auch Palmetshofer als das größte Problem. Doch nicht nur finanzielle und rechtliche Hürden gäbe es. Arndt glaubt auch, dass sich Verwaltungen dem Druck aus der Open-Data-Community nicht beugen wollen: "Es gibt eine Scheu vor den Nerds." Deshalb müsse der Nutzen von offenen Daten klarer werden, um ein Rechtfertigungsproblem zu vermeiden: "Ein dringender Appell von mir ist: Sagt, was ihr damit macht", findet Arndt. "Allein der Hinweis auf die Minimalposition, die Daten seien doch durch Steuergelder finanziert und man habe daher einen Anspruch auf die Veröffentlichung, lockt keinen Zweifler hinter dem Ofen hervor", schreibt er auf dem Government 2.0 Blog. […]

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Von: BlogArena » Blog Archive » Neue Netzdebatten braucht das Land http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/comment-page-1/#comment-7904 Sat, 18 Jan 2014 15:49:16 +0000 http://www.gov20.de/?p=6886#comment-7904 […] Ein Zwischenfazit zu Open Data […]

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Von: Claus Arndt http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/comment-page-1/#comment-7902 Thu, 16 Jan 2014 15:02:31 +0000 http://www.gov20.de/?p=6886#comment-7902 Hallo Thomas,

schön gesagt: „unbelehrbare Optimisten“. Ich zähle mich ja auch dazu 🙂

Aber genau das meinte ich, dass Ideen, praxisnahe Ideen, auf den Tisch kommen müssen, wie es die Entwicklung deines Beispiels zu den Sehenswürdigkeiten andeutet.

Hierzu vielleicht gleich mal der Hinweis: „Mein“ Open Data-Student Elmar Burke hat im letzten Jahr auf die Schnelle eine Idee zu den Sehenswürdigkeiten (und den Unterkünften) aus unserer JSON-Api umgesetzt:Moerser Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte. Die Idee, unsere Daten mit der OSM und den Daten zum ÖPNV mmiteinander zu verknüpfen, fanden wir so gut, dass wir sie gleich bei unseren Spielplätzen umgesetzt haben, wie das Beispiel zeigt. So ensteht eine Ahnung davon, was mit Open Data auch auf kommualer Ebene möglich ist.

Von solchen Ideen, Mustern, Umsetzungen brauchen wir noch viel mehr. Das kann aber nicht von den Kommunen geleistet werden, sondern von der Community.

Dann können wir demnächst auch die belehrbaren Optimisten mit ins Boot holen.

Beste Grüße
Claus

P.S.: Vornamen 2013 sind seit gerade komplett online…

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Von: Thomas Tursics http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/comment-page-1/#comment-7901 Wed, 15 Jan 2014 17:11:34 +0000 http://www.gov20.de/?p=6886#comment-7901 Hallo Claus,

das Thema Open Data ist in Deutschland nur was für unbelehrbare Optimisten. Egal ob man von Behördenseite oder aus Programmierersicht schaut, man muss an den Erfolg glauben und unbeirrt dran arbeiten.

Besonders für und mit Kommunen ist das schwierig. Sie können nur kleine Datensätze zur Verfügung stellen (keine tonnenweise Energiedaten wie Berlin). Aber darin liegt die Chance. An kleinen Dateien kann man gut lehren und lernen. Die Kommunen mit Open Data müssen an die Unis, Bildungseinrichtungen oder direkt an die Sekundarschulen gehen. Dort gibt es viele neue Ideen und mit lokalen Daten spielt man eh am liebsten.

Richtige App-Entwickler schauen auf Kosten und Nutzen. Den wird es nicht geben bei kommunalen Open Data; noch nicht. Nehme ich mal ihren Moerser Datensatz zu den Sehenswürdigkeiten. Der ist gut gefüllt und hat viele brauchbare Informationen. Eine Touri-App mit „versteckten Sehenswürdigkeiten“ oder „100 Dinge, die sie im Urlaub sehen sollten“ ist denkbar. Aber eine Nur-Moers-App ist wenig hilfreich (für die Stadt schon). Es erfordert mehr Entwicklungsaufwand als sie Nutzen bringt. Sie wird auf Grund der geringen Downloadzahlen in den App Stores untergehen.

Als Optimist würde ich natürlich versuchen sie flächenmäßig zu erweitern. Aber wenn nur Moers und keine der 42 anderen Anwenderkommunen am Niederrhein Daten zur Verfügung stellen wird das schwierig. Ich müsste jede Menge Klinken putzen. Und wenn alle anderen 42 ebenfalls bei Open Data mitmachen würden hieße das nicht, dass ich bei allen 42 einen Datensatz mit Sehenswürdigkeiten bekommen würde. Also bliebe wieder nur Klinken putzen.

Ich habe nichts gegen das Putzen, aber wäre ich nicht unbelehrbar würde ich bereits im Vornherein die Finger davon lassen. Um einen überregionalen Programmierer anzulocken müssten sich die Kommunen zu einer kritischen Masse clustern und ähnliche Daten anbieten. Aber zur Zeit zerfällt Deutschland in kleine Dateninselchen. Nicht nur bei den Kommunen. Da hilft nur Augen zu, Mut zur Lücke und langes Durchhaltevermögen zeigen. Wo ist der nächste Kindergartenplatz? Kann ich ihnen sagen, wenn sie 300 km weiter nördlich wohnen oder sie noch 2 Jahre Geduld haben und warten. Solch eine App kann ich ihnen gerne anbieten – dem Nutzer wird sie schwerlich gefallen.

Viele Grüße,
Thomas

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Von: Claus Arndt http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/comment-page-1/#comment-7900 Wed, 15 Jan 2014 14:19:00 +0000 http://www.gov20.de/?p=6886#comment-7900 Danke Andreas, danke Friedrich.

Da das Thema „Henne und Ei“ von Andreas und via Twitter schon einmal ins Spiel gebracht wurde, möchte ich dazu etwas klarstellen.

Ich habe die Metapher absichtlich vermieden, damit es nicht zu einer unsinnigen Debatte darüber kommet, wer denn nun in Vorleistung gehen soll. Daher fordere ich ja auch: „Liefert Beispiele (aber bitte echte Open Data-Beispiele!), entwickelt Ideen.“ Die Beispiele müssen ja nicht aus Deutschland kommen. Es ist ja übliche Praxis, auf die Erfolge von Open Data in anderen Ländern zu verweisen. Schaut man sich diese Beispiele allerdings etwas genauer an, ergeben sich meist zwei Probleme:

a) Es handelt sich oft nicht um die Umsetzung von Datensätzen der Behörden durch Dritte, sondern um Webangebote/Anwendungen der Behörden. Somit liegt nicht der klassische Fall von Open Data, sondern von Transparenz vor – zwei unterschiedliche Dinge (die natürlich auch zusammenauftreten können).

b) Es werden Daten verwendet, die in Deutschland in den allermeisten Fällen nicht in kommunaler Hand liegen: So kann ich aus eigener Herrlichkeit in Moers z.B. keine Gesundheitsdaten, Schul- oder Kitabewertungen, Umweltdaten (bzw. nur wenige), Gesundheitsdaten, Wirtschaftsdaten etc. liefern. Das geht den Verantwortlichen in den meisten anderen Kommunen auch so. Was nützen mir dann also die tollen Open Data-Anwendungen der großen Welt: Echtzeitbewegungen von Flugzeugen, Zügen und Straßenbahnen, Gewalttaten-Maps, Sterbequotenportale britischer Krankenhäuser, Schattenwurfkarten von Windkraftanlagen etc.?

Hier passen Wolkenkuckucksheime und Datenlage in den Kommunen nicht übereinander!

Mein Wunsch daher: Es müssen Beispiele her, die näher an der kommunalen Realität sind.

Wenn es keine oder wenig Beispiele gibt, dann müssen eben Ideen her! Es können Visionen auf den Tisch, die über den Zustand reiner Behauptung hinaus einen Kern realistischen Umsetzungspotenzials enthalten. In Sachen Haushalt und Ratsinformationssystem hat das gut funktioniert: Hier stand die Vision vor der Henne, die uns in Moers das Ei ins Nest gelegt – wenn man so will…

Aber diese Ideen und Visionen müssen sich an der Realität des verfügbaren Datenmaterials in Kommunen orientieren, wenn man mit der Kraft des Arguments und nicht allein mit der Wucht der ideologischen Keule Veränderungen in den kommunalen Verwaltungen herbeiführen möchte.

Mancherorts gibt es ja Verwaltungsmenschen, die zumindest wittern, was mit Open Data in Zukunft alles möglich sein wird: In Köln, in Bonn, in Wennigsen, in Rostock, Moers etc. Aber die überwiegende Mehrheit benötigt eher ein Set an echten Beispielen und Ideen. Das würde die Arbeit für viele Treiber erheblich vereinfachen.

Vielleicht legt ja mal jemand eine Webplattform an, ein Open Data-Muster-Wiki oder ähnliches…

Und @Friedrich: Herzlichen Dank für dein Unterstützungsangebot: Entweder komme ich oder es kommt einer meiner Studis (sind in Sachen technische OpenSpending-Probleme besser im Thema) auf dich zu. Es wäre super, wenn wir für das Schulprojekt hier noch etwas hinbekommen. Zwischenzeitlich klären wir aber noch, ob unser kommunaler IT-Dienstleister aus der SAP-Anwendung nicht doch noch eine schöne CSV-Datei mit der richtigen Struktur herausbekommt. Ich dachte ganz naiv, dass das bei einem solchen Produkt doch nicht so schwer sein könne…

Beste Grüße
Claus

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Von: pudo http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/comment-page-1/#comment-7899 Tue, 14 Jan 2014 22:04:16 +0000 http://www.gov20.de/?p=6886#comment-7899 Spannender Artikel, vielen Dank für den Einblick!

Zum Thema XML-Haushalt: ich hab das angebotene File mal in OpenSpending geladen, allerdings ist es mir nicht gelungen, aus dem Datensatz sinnvolle Inhalte zu extrahieren (also die Tabellen aus dem PDF zu reproduzieren, z.B. ohne double counting). Das veröffentlichte XML ist zwar maschinenlesbar, aber eine Art Druckvorstufe.

Sicher kann man das dennoch richtig hin kriegen, wir können ja mal telefonieren.

Viele Grüße,

– Friedrich

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Von: Andreas Schreiber http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/comment-page-1/#comment-7898 Tue, 14 Jan 2014 12:46:04 +0000 http://www.gov20.de/?p=6886#comment-7898 Hallo Claus,

Du hast hier sehr gut die allgemeine Lage zu Open Data beschrieben. Eigentlich ist jeder Versuch der Rechtfertigung warum man selber (die eigene Verwaltung/Kommune) noch nicht angefangen hat eine Ausrede. Denn die Daten sind da und der Aufwand (eigentlich) gering. Auch ich selber war im letzten Jahr voller Enthusiasmus und wollte das bei uns so schnell wie möglich starten.
Aber (und hier kommt der Versuch einer Rechtfertigung), es ist eben doch nicht so einfach gemacht.
Zuallererst bedarf es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die das Thema für sich erkennen und die sich dann auch noch die Zeitanteile „freischaufeln“ können. Es sind doch viele interne Gespäche zu führen und Überzeugung zu leisten.
Dazu kommt, wie starte ich, wo stelle ich die Daten ein und wie verabrede ich mit den Dateneignern die regelmäßige Aktualisierung. Alles eigentlich „leichte“ Aufgaben.

Beim Thema OpenData würde ein klein wenig zentralistischer Druck viel helfen können. In der Art, die Daten XY sind bis zum XX.XX. unter der Adresse zzu bereit zu stellen.
so bedarf es in jeder Kommune einem der sich des Themas annimmt und die anderen „mitreißt“.

Auch beschreibst du sehr gut das „Henne-Ei-Prinzip“. Warten wir erst auf App’s oder stellen wir erst die Daten bereit, in der Hoffnung, dass sie jemand benutzen wird.

Was aus meiner Sicht jedoch unrealistisch ist, ist der Gedanke, dass jemand aus meiner Stadt oder meinem Kandkreis findet der nur für meine Daten eine App entwickeln wird. Auch hier kommt das Thema interkommunale Kooperation ins Spiel. Je mehr Kommunen in der gleichen Art und Weise gleiche Daten bereit stellen umso größer die Chance für eine Nutzung.

Ich möchte am Schluss noch klarstellen: Ja, ich bin ein Anhänger von OpenData und hoffe im Kreis LUP und im Land MV Mitstreiter finden zu können mit denen wir gemeinsam das Thema angehen. Ein erster sehr guter Ansatz ist in Rostock gemacht worden. Hier werden wir gemeinsam ins Gespräch kommen. Als AG IuK der Landkreise in MV werden wir auf der nächsten Sitzung den OD-Ansatz aus Rostock mit den Rostockern diskutieren.

Ich freue mich auf eine intensive Diskussion.

Schöne Grüße aus Parchim in Mecklenburg

Andreas Schreiber

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Von: Government 2.0 Netzwerk Deutschland e.V. &raquo... http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/comment-page-1/#comment-7897 Tue, 14 Jan 2014 08:39:32 +0000 http://www.gov20.de/?p=6886#comment-7897 […] Der Autor, Claus Arndt , ist bei der Stadt Moers Referent des Bürgermeisters für E-Government und Neue Medien. Er leitet zudem den Fachdienst Zentrale Dienste und ist u. a.  […]

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Von: Hi Government 2.0 Netzwerk Deutschland e.V. &ra... http://www.gov20.de/alles-xml-oder-was-fast-ein-jahr-open-data-ein-fazit/comment-page-1/#comment-7896 Tue, 14 Jan 2014 08:19:13 +0000 http://www.gov20.de/?p=6886#comment-7896 […] Der Autor, Claus Arndt , ist bei der Stadt Moers Referent des Bürgermeisters für E-Government und Neue Medien. Er leitet zudem den Fachdienst Zentrale Dienste und ist u. a.  […]

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